Disruption der Nahversorgung | Der ‚Brötchen-Taste‘-Effekt – Stadt der kurzen Wege vs. Kofferraum

  • 12 März
  • 09:00 - 10:00 Uhr
  • Microsoft Teams
  • Veranstalter Stadt + Handel
  • Referenten Mathias Tetzlaff

Im Zuge der Mobilitätswende und veränderter Planungsparadigmen erlebt die klassische Nahversorgung eine massive Disruption, die etablierte Standortlogiken infrage stellt. Der „Brötchen-Taste“-Effekt trifft auf das Ideal der Stadt der kurzen Wege – ein Spannungsfeld zwischen komfortablem Kofferraum-Einkauf und urbaner Lebensqualität.

Doch wie lässt sich Nahversorgung heute zukunftsfähig organisieren? Funktioniert ein Vollsortimenter ohne das gewohnte Kontingent an Parkplätzen? Und wie beeinflussen moderne Mobilitätshubs und autofreie Quartiersplanungen den Umsatz des lokalen Handels?

In dieser Frühschicht wird der Frage auf den Grund gegangen, wie sich das Einzugsgebiet im Zeitalter der „15-Minuten-Stadt“ transformiert: Weg vom PKW-Radius, hin zur fußläufigen Erreichbarkeit. Dabei beleuchten wir kritisch die Zielkonflikte der Planung:

  • Urbanität vs. Bequemlichkeit: Der Wunsch nach kurzen Wegen kollidiert oft mit der Erwartungshaltung, den Wocheneinkauf ohne physischen Aufwand nach Hause zu transportieren.
  • Formatfragen: Können kleinteilige Quartiersformate wirtschaftlich bestehen, wenn am Stadtrand weiterhin großflächige „Klopper“ dominieren?
  • Zentrenrelevanz: Was bedeutet die neue Allokation von Nahversorgern für die Attraktivität unserer Stadtkerne?

Die Frühschicht bietet eine fundierte Analyse dieser Transformationsprozesse und zeigt auf, welche Strategien Kommunen und Projektentwickler benötigen, um die Versorgung der Zukunft zu sichern.

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